Januar - Gründung

Gruppenfoto der ersten Besetzung
Das erste Gruppenfoto unseres Musikvereins

Der Musikverein Hausen wünscht allen ein frohes neues Jahr! - Hoffentlich schon bald wieder mit Konzerten und Auftritten. Unser Kalenderthema im Januar ist die Gründung unseres Musikvereins am 2. April 1971. Zum Auftakt in unser Jubiläumsjahr haben wir den ersten Teil unserer Entstehungsgeschichte ausgearbeitet. Teil 2 folgt dann in den kommenden Monaten.  

1961 - 1971: Die Vorläufer des Musikvereins

Der Fanfarenzug war der Vorläufer des heutigen Musikvereins
Der Fanfarenzug war der Vorläufer des heutigen Musikvereins

Nachdem in Hausen a. d. Aach in den zurückliegenden Jahren die Fasnacht dem Schicksal überlassen wurde, sollte es für die Zukunft eine geordnete Fasnacht geben. Es war an Fasnacht 1961, als der Gedanke aufkam, einen Narrenverein zu gründen und eine erste öffentliche Versammlung einzuberufen. Aus diesem Grunde trafen sich am 20. Mai 1961 im Gasthaus "Zum Kranz" viele interessierte Bürger zu einer Versammlung, um über die Gründung eines Narrenvereins zu beraten. Nach angeregter Diskussion war man bereit, ein Gremium zu wählen, das die Veranstaltungen der Fasnacht zu planen und in größerem Rahmen für Geselligkeit innerhalb der Interessierten zu sorgen hatte. Dem Gremium gehörten an: Josef Stadelhofer, Oskar Wick, Paul Wick, Josef Braun, Hans Stocker, Werner Meitz und Philipp Böhler.

Am 11.11.1961 fand im Gasthaus "Zur Sonne" die 1. Narrenversammlung statt. Einziger Tagesordnungspunkt war die Wahl des Elferrates. Bürgermeister Kurt Bölle wurde als Wahlleiter bestimmt, folgende Personen wurden in den Elferrat gewählt: Josef Stadel-hofer, Oskar Wick, Erich Messmer, Philipp Böhler, Paul Wick, Werner Meitz, Josef Wick, Richard Graf, Hans Stocker, Arnold Stocker und Alfons Wick. Als erster Vorstand wurde Josef Stadelhofer gewählt, als Narrenpolizei sollte Werner Bürklin fungieren.

Nachdem der Elferrat gebildet war, sollte dieser mit entsprechender Garderobe ausgerüstet werden. Die Kosten für die Garderobe hatte jeder selbst zu finanzieren. Mit einem kräftigen Narri-Narro wurde die Versammlung von Josef Stadelhofer geschlossen.

Nachdem 2 Jahre vergangen waren, erkannte man, dass ein Narrenverein ohne Musikbegleitung auf die Dauer kein Zustand sein kann. Der Vorschlag des Elferrates Alfons Wick, einen vereinseigenen Fanfarenzug zu gründen, fand großen Anklang. Anlässlich einer Mitgliederversammlung am 13.11.1963 wurde dem Wunsch entsprochen, einen vereinseigenen Fanfarenzug ins Leben zu rufen. Bei einer Umfrage, wer dem Fanfarenzug beizutreten gedenke, erteilten 18 Mitglieder des Narrenvereins die Zusage. Bei der Zusam-menkunft der Interessierten am 21.11.1963 wurde Herr Assfalg aus Singen eingeladen, der den Anwesenden flotte Töne auf der Fanfare, sowie sein Können auf den Trommeln und der Pauke zeigte. Es wurden 13 Fanfaren, 3 Marschtrommeln und 2 Landsknechttrommeln sofort "bestellt“. Infolge des chronischen Geldmangels musste auch diesmal jeder sein Instrument aus der eigenen Tasche bezahlen. Am 03.12.1963 fand die erste Probe unter dem Dirigenten Herrn Weber statt. Es wurde beschlossen, einmal wöchentlich Proben abzuhalten. An Fasnacht 1964 trat der Fanfarenzug zum ersten Mal an die Öffentlichkeit.

In der Generalversammlung am 29.10.1965 wurde eine neue Vorstandschaftgewählt, die zum Ziel hatte, Narrenverein und Fanfarenzug zu vereinigen. Der bisherige Vorstand Josef Stadelhofer stellte sich nicht mehr zur Verfügung und so wurde Johann Stocker zum 1. Vorsitzenden bestimmt. Weiterhin wurden gewählt als 2. Vorstand Erich Messmer, als Kassierer Alfred Breh und als Schriftführer Manfred Haug. Zu Beisitzern wurden bestimmt: Rudolf Kuppel, Helmut Pelz, Norbert Schweizer, Josef Stocker, Josef Wick und Siegfried Meitz. Damit hatte der Narrenverein vereint mit dem Fanfarenzug wieder eine neue Vorstandschaft.

Am Volkstrauertag 1965 wirkte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte der Fanfarenzug am Ehrenmal der gefallenen Soldaten mit. Es wurde ein Fanfarenruf einstudiert, der in unserer Gemeinde viel Anklang fand. In den folgenden Jahren nahm der Fanfarenzug unter der Stabführung von Josef Wick an Veranstaltungen verschiedenster Art teil. Er war in der näheren und weiteren Umgebung ein bestens bekannter Klangkörper. 

Der Höhepunkt des Fanfarenzuges Hausen a. d. Aach war das Treffen der Spielmanns- und Fanfarenzüge an Pfingsten 1968. Es wurde ein Festzelt neben dem Sportplatz aufgestellt. Am Samstag wurde ein Beat­Kapellen-Wettbewerb veranstaltet. Am Sonntagmorgen wurde ein Festgottesdienst abgehalten; der anschließende Frühschoppen wurde vom Musikverein Beuren durch-geführt. Am Sonntag Nachmittag zog ein farbenprächtiger Umzug der 10 Fanfarenzüge mit klingendem Spiel durch das Dorf zum Festzelt. Nach dem Umzug traten die einzelnen Fanfarenzüge im Festzelt auf. Der Unterhaltungsabend, der vom Fanfarenzug Hausen a. d. Aach eröffnet wurde, war ein voller Erfolg, die Darbietungen wurden vom Publikum mit Beifall belohnt.Der Pfingst-Montag fand mit dem Kaspar-Schroff-Gedächtnisturnier, der Siegerehrung und der anschließenden Tanzveranstaltung ihren Abschluss. 

1971: Geburtsstunde des Musikverein Hausen

Erster Auftritt des Musikvereins an der Schule
Erster Auftritt des Musikvereins an der Schule

Auf Einladung zu einer Vorstandssitzung am 19.03.1970 im Gasthaus "Zur Sonne" waren alle Vorstandsmitglieder sowie die Aktiven des Fanfarenzuges vollzählig erschienen. Der Vorsitzende teilte mit, dass der Wunsch nach "besserer und kulturell anspruchsvollerer Musik“ laut wurde. Es ginge heute darum, dass über die Gründung einer Volksmusik abgestimmt. Bei der Abstimmung von 23 Aktiven des Fanfarenzuges kam es zu folgendem Ergebnis: 21 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und 1 Stimmenthaltung.In einer weiteren Vorstandssitzung unter Leitung des damaligen Bürgermeisters Johann Stocker wurde am 29. Mai 1970 der Beschluss gefasst, einen Musikverein zu gründen. Man war sich damals auch der großen finanziellen Opfer bewusst, die ein solches Vorhaben an alle Aktiven und Passiven stellen würde. In einer vorbereitenden Mitgliederversammlung im Gasthaus "Zur Sonne“ machte der Präsident des Hegau-Musikverbandes, Herr Hans Seyser, auf die Schwierigkeiten des Vorhabens aufmerksam, zeigte jedoch auch auf, welchen kulturellen Wert eine Musikkapelle in einer Gemeinde darstelle. Es wurde beschlossen, eine zur Vereinsgründung notwendige Satzung zu erstellen.

Die aktiven Musiker, die inzwischen mit den Proben im Schulsaal unter dem Ausbilder Kurt Oschwald begonnen hatten, mussten die Vergütung für die Probenstunden selbst bezahlen. Herr Kurt Oschwald und später auch Herr Musikdirektor Ludwig Stock aus Singen opferten viel Zeit und Mühe, bis die Kapelle unter der Leitung des neu verpflichteten Dirigenten, Herrn Helmut Voigtmann, erstmals am Volkstrauertag, 15. Nov. 1970 mit einem Choral und dem Lied vom guten Kameraden an die Öffentlichkeit trat. Man war allgemein überrascht, von der Kapelle eine klanglich so einwandfrei vorgebrachte Darbietung zu erleben.

 

Die Gründungsurkunde mit der ersten Vorstandschaft
Die Gründungsurkunde mit der ersten Vorstandschaft

Am 02. April 1971 konnte die Gründungsversammlung in der neuen Gemeindehalle abgehalten werden. Nachdem in den vergangenen Sitzungen ausgiebig über die Gründung gesprochen wurde, gab es keine große Diskussion und man konnte zur Wahl schreiten. Als Vorsitzender des Musikvereins wurde der bisherige Vorstand des Narrenvereins/Fanfarenzuges Herr Johann Stocker gewählt. Es folgten als 2. Vorstand Alois Harder, Kassierer Alfons Wick, Schriftführer Reinhold Schwarz, Dirigent Helmut Voigtmann. Aktive Beisitzer wurden Norbert Schweizer, Albert Keller und Karen Schwarz; passive Beisitzer wurden Josef Stadelhofer, Georg Wick und Josef Stubinitzky. Das jüngste Mitglied des heutigen Musikverbandes Hegau-Bodensee konnte kurz darauf 24 aktive und 107 passive Mitglieder sein Eigen nennen.

Gründungsmitglieder: 

Alfons Wick, Klaus Peter, Bruno Weiß, Hans-Georg Lutz, Harald Leidolt, Albert Weniger, Karen Schwarz, Alois Harder, Josef Stadelhofer, Ulrich Benz, Karl Böhler, Reinhold Schwarz, Hans Schwarz, Klaus Weber, Erwin Buchegger, Johann Stocker, Norbert Schweizer, Josef Stubinitzky, Hermann Wick, Manfred Haug, Gottfried Moßbrugger, Franz Block, Albert Keller, Josef Wick, Helmut Voigtmann, Siegfried Hennhöfer, Georg Wick und Kurt Handloser.

Nachdem der Musikverein gegründet war, sollte dies mit einem Fest gebührend gefeiert werden; der Termin wurde auf den 4. + 5. September 1971 festgelegt. Im Hinblick auf die Bürgeranhörung bezüglich Eingemeindung zur Stadt Singen, wonach abzusehen war, dass der Zusammenschluss zustande kommen würde, wurde dieser Termin verschoben. Es sollte dann das Gründungsfest mit der Eingemeindung verbunden werden.

Gründungsfest mit Umzug im Mai 1971
Gründungsfest mit Umzug im Mai 1971

In einem gemeinsamen Gespräch zwischen dem Ortschaftsrat und dem Musikverein wurde dann der Termin auf die Pfingstfeiertage festgelegt. Das Fest wurde am Pfingstsamstag mit der Bauernkapelle Mindersdorf eröffnet. Am Sonntag fand ein Zeltgottesdienst mit anschließendem Frühschoppen statt. Viele Gäste aus Nah und Fern erlebten bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag einen Festzug durch die geschmückten Straßen zum Festzelt. Das rund 1.200 Personen fassende Festzelt war den ganzen Tag dicht besetzt.Eröffnet wurde der Festabend, der im Zeichen der Eingemeindung und Gründung des Musikvereins stand, von der Stadtmusik Singen. Ortsvorsteher und Vorsitzender Johann Stocker des Musikverein Hausen begrüßte die Gäste, ganz besonders Herrn Oberbürgermeister Möhrle, Bürgermeister Neurohr, die Ortschaftsräte sowie die Vertreter des Musikverbandes. Im weiteren Verlauf wurde nochmals kurz die Entwicklung des Vereins vorgetragen. Mit einem Dank an alle Beteiligten, besonders aber an die Stadt-musik Singen, die an der Gründung des Musikvereins wesentlich mitgearbeitet hatte, wurde das Fest beschlossen.

Dieser Tag sollte für Hausen a. d. Aach in die Geschichte der Gemeinde eingehen. Herr Oberbürgermeister Möhrle stellte lakonisch fest, der heutige Abend ist ein Zeichen des Sparens, weil zwei Feiern zusammengelegt wurden. Die Gründung des Musikvereins bezeichnete Möhrle als eine ungewöhnliche Leistung. Als besondere Anerkennung überreichte er dem Verein eine wertvolle Zugposaune .

Der Präsident des Hegau-Musikverbandes Hans Seyser überbrachte die Glückwünsche des Verbandes und sagte, man sei dazu da, die jungen Leute zur Blasmusik zu bewegen. Ein besonderes Kompliment ging an die Hausener Musikkapelle, sowie an den Dirigenten Helmut Voigtmann für seine mühevolle Arbeit im Verein. Nun folgten die musikalischen Darbietungen des gemischten Chores unter der Leitung von Rudolf Kuppel, dem Munot Quintett aus Schaffhausen sowie des Musikvereins Hausen. Als humorvolle Bänkelsänger, die sich die Eingemeindung zum Thema nahmen, bewährten sich Dieter Schlimper und Rudolf Kuppel. Der Abend verging viel zu schnell; es wurde auch getanzt was das Zeug hielt.

Die Anfangsjahre Des Musikvereins

Verabschiedung von Helmut Voigtmann
Verabschiedung von Helmut Voigtmann

In der folgenden Zeit wurden die üblichen Feiern vom Musikverein musikalisch gestaltet; auch wurde an Festen der benachbarten Kapellen teilgenommen. Im Jahre 1974 bekam der Musikverein Hausen das Bezirkskonzert des Bezirks "Hohentwiel" zugesprochen. Der Vorsitzende gab einen Überblick über diese Veranstaltung, wies aber zugleich auf die viele Arbeit, die auf den Verein zukommt, hin. Durch einen Beschluss der Vorstandschaft wurde die Zustimmung zu diesem Fest erteilt. Das Bezirksmusikfest nahm einen guten Verlauf. Alle Beteiligten waren sehr zufrieden, aber der erhoffte Reingewinn blieb aus, obwohl drei Tage zünftig gefeiert wurde.

Am 14.06.1975 wurde in einer Feierstunde in der Gemeindehalle nach 5-jähriger Tätigkeit als Dirigent, Herr Helmut Voigtmann verabschiedet. Der Vorsitzende bedankte sich auf das Herzlichste für die geleistete Arbeit im Musikverein. Gleichzeitig konnte der neue Dirigent Josef Karler in sein Amt als Nachfolger eingeführt werden. Der junge, 20-jährige Dirigent musste sich zunächst mit seiner Aufgabe vertraut machen. Er hatte aber gleich erkannt, dass ein höheres, musikalisches Niveau erreicht werden könnte. Die Probentätigkeit wurde daraufhin verstärkt und die musikalischen Fähigkeiten ausgebaut. 

So konnte auch eine Tanzmusikabteilung gebildet werden, die an Fasnacht 1979 ihr Können unter Beweis stellte. Ebenfalls wurde am Verbandsmusikfest in Worblingen zum ersten Mal unter der Leitung von Josef Karler am Wertungsspiel in der Unterstufe teilgenommen. Es wurde ein 1. Rang erzielt; zum Feiern war das ein gegebener Anlass. Durch einen Unglücksfall kam unser Dirigent Josef Karler im Juli 1979 auf seiner Heimfahrt ums Leben. Die Kapelle nahm geschlossen an der Beerdigung teil. Mit dem Lied vom guten Kameraden wurde ihm die letzte Ehre erwiesen.

Bei der folgenden Suche nach einem neuen Dirigenten merkte man schon damals, dass dies kein leichtes Unterfangen ist. Glücklicherweise konnte mit Herrn Wilfried Künz ein begeisterter Musiker und Dirigent als Leiter der Musikkapelle gefunden werden. Unter Herrn Künz wurde auch die Jugendausbildung forciert, da man auch damals schon merkte, dass ein Fortbestand der Kapelle - aufgrund beruflich und familiär bedingter Austritte von aktiven Musikern - nur mit einer soliden Jugendausbildung gewährleistet werden konnte. Die Ausbildungskosten betrugen zu dieser Zeit unglaubliche 5 DM im Monat.

 

Bezirksmusikfest und 10 Jahre MV Hausen

Auftritt des Startrompeters Walter Scholz am Bezirksmusikfest
Auftritt des Startrompeters Walter Scholz am Bezirksmusikfest

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Musikvereins Hausen bekamen wir 1981 wiederum das Bezirkskonzert des Bezirks "Hohentwiel" zugesprochen. Vier Tage sollte im Zeichen der Blasmusik in Hausen gefeiert werden. Der große "Bunte Abend" mit dem Startrompeter Walter Scholz und den Hegau-Musikanten sowie das große Bezirkskonzert waren als Höhepunkte anzusehen. Viele wollten sich den Abend nicht entgehen lassen und hatten sich deshalb im Vorverkauf die Eintrittskarten erworben. Das Festzelt war bis auf den letzten Platz besetzt

Während des Bezirkskonzertes wurden die aktiven Musiker für ihre 10-jährige Zugehörigkeit zum Verein geehrt. Es waren dies: Karl Böhler, Ulrich Benz, Erwin Buchegger, Albert Kleiner, Harald Leidolt, Wolfgang Remmling, Josef Stocker, Hans Schwarz, Norbert Schweizer, Alfons Wick, Josef Wick und Hermann Wick.

Am Schluss der Veranstaltung fand eine Tombola statt. Als 1. Preis war eine Flugreise nach Mallorca angesetzt. Die Glücksfee Frl. Steiner zog als Gewinner des ersten Preises den Vorstand Johann Stocker, so dass dieser nach Mallorca reisen konnte, um sich von den Strapazen des Musikfestes zu erholen.

Im Jahre 1983 nahm der Musikverein unter der Leitung von Wilfried Kunz am Wertungsspiel im Rahmen des Verbandsmusikfest in Stockach teil. Es wurde ebenfalls ein Rang erzielt. Der Ausflug der Kapelle nach Truden/Südtirol war eine weiterer Höhepunkt dieses Vereinsjahres. Zum Jahresende 1983 stellte Herr Künz seine Tätigkeit als Dirigent ein.

 

Edmund Zinsmayer am Weihnachtskonzert 1985
Edmund Zinsmayer am Weihnachtskonzert 1985

Nach dem Weggang von Herrn Künz konnte glücklicherweise Edmund Zinsmayer als ein erfahrener Dirigent für die aktive Kapelle gewonnen werden. Er machte dem Verein klar, dass er bei seiner Arbeit als Dirigent das musikalische Niveau der Kapelle erweitern möchte. Das jedoch erfordere für die Zukunft eine große Probenbeteiligung und eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Durch intensivere Probetätigkeit der Kapelle, jedoch auch durch verstärkt durchgeführte Einzelproben wurde der Leistungsstand der Kapelle in kurzer Zeit deutlich verbessert. Die Jugendlichen erhielten eine intensive Ausbildung. Das Leistungsabzeichen in Bronze war nun künftig die Grundvoraussetzung für die Eingliederung in die aktive Kapelle. Unter ihm hat die Kapelle zweifelsohne die grössten musikalischen Fortschritte seit ihrem Bestehen gemacht. Auch in der Jugendausbildung setzte er neue Massstäbe. Da seine Schüler auch nach der Eingliederung in die aktive Kapelle weiterhin unterrichtet wurden, konnten neben den nun schon obligatorischen JMLA in Bronze auch das Leistungsabzeichen in Silber und Gold erworben werden.

Mit der Einweihung der Eichenhalle im Jahre 1985 erhielt der Musikverein ein neues Probenlokal. 

Das Jahr 1986 konnte nach 15-jährigem Bestehen des Vereins als Höhepunkt bezeichnet werden: die Kapelle nahm am Verbandsmusikfest in Steißlingen erstmals in der Mittelstufe teil und konnte mit 116 von möglichen 120 Punkten einen 1. Rang mit Belobigung erspielen. Dies wurde natürlich mit einem Umtrunk und Essen gebührend gefeiert.

Für den Dirigenten Edmund Zinsmayer gab es eine gelungene Überraschung : er wurde für seine 40-jährige musikalische Laufbahn vom Verbandspräsidenten Ewald Schmid mit der goldenen Ehrennadel geehrt.

Im Jahr 1989 übergab der seit der Gründung tätige 1. Vorstand Johann Stocker, bereits deutlich von seiner Krankheit gezeichnet, den Vorsitz an Alfred Breh. Ihm, einem der Gründungsmitgliedern des Musikvereins oblag die schwierige Aufgabe, den Verein erfolgreich durch die Zeit mit einer geringen aktiven Musikerstärke zu führen. .

Im Jahre 1990 verließ Edmund Zinsmayer den Verein, die Leitung der Kapelle übernahm nun Ekkehard Kaupp. Doch leider waren Kapelle und Dirigent nicht richtig "kompatibel" zueinander, so daß im Jahre 1991 wiederum Edmund Zinsmayer die Leitung der Kapelle übernahm.

Im Jahre 1993 übergab Alfred Breh den Vorsitz des Vereines an Alexander Wick. Alfred Breh war zu diesem Zeitpunkt über 18 Jahre in der Vorstandschaft tätig

Der Nachwuchsmangel sowie der Rücktritt des Dirigenten Edmund Zinsmayer führte dazu, dass man im Jahre 1993 mit dem Musikverein Beuren a. d. Aach eine Spielgemeinschaft einging. Obwohl dieser Schritt von vielen Aussenstehenden kritisch betrachtet wurde, erwies sich dies im Nachhinein als richtige Entscheidung für den Erhalt der aktiven Kapelle. Um auch die Musiker, die nicht in der Spielgemeinschaft mit Beuren a. d. Aach mitspielten, im Verein zu halten, führte man die Musikkapelle Hausen a. d. Aach als selbständige Kapelle auf Sparflamme fort. Unter Christian Pelz wurde einmal wöchentlich geprobt und kleinere Auftritte in der Ortsgemeinschaft absolviert. Die Leitung der Spielgemeinschaft Beuren-Hausen a. d. Aach oblag zu Beginn Herrn Christian Kramer, der aus den beiden Vereinen eine Kapelle formte, die nun aber mehr der konzertanten Blasmusik Beachtung schenkte.

Nach zwei Jahren übernahm erneut Alfred Breh die Führung des Musikvereins. Auch die Spielgemeinschaft Beuren-Hausen a. d. Aach erhielt ebenfalls eine neue Leitung: Christian Kramer übergab seinen Taktstock an Herrn Kuno Mössmer. Die aktiven Musiker des MV Hausen a. d. Aach besuchten nun leider in immer kleinerer Anzahl die gemeinsamen Proben in Beuren, so daß sich der neu gewählte Vorstand Gerd Grundl im Jahre 1997 genötigt sah, die Spielgemeinschaft mit Beuren aufzulösen.

Erstmals seit Jahren konnten nun auch wieder junge Musiker aus den eigenen Reihen in die Kapelle eingegliedert werden. Dies war ein ein Zeichen für eine erfolgreich geleistete Jugendarbeit.

Ein Neubeginn gelang dem Verein nun unter ihrem neuen Dirigenten Stephan Einsiedler. Unter seinem Einfluss wurde auch die Idee geboren im Frühling mit einer befreundeten Gastkapelle ein Doppelkonzert auszurichten. Um dem eigentlichen Sinn des Konzertes - nämlich dem Zuhören - mehr Geltung zu verschaffen, entschied man sich, das Konzert in Form eines Stuhlkonzertes - ganz ohne Bewirtung während der musikalischen Vorträge - durchzuführen.

 

Fortsetzung folgt...

 

Dezember 2020 - Adventskonzert

Herzlich willkommen zum Auftakt unseres Jubiläumskalenders - ab sofort erscheint an dieser Stelle jeden Monat ein neuer Beitrag zu unserer Vereinsgeschichte oder zur Blasmusik allgemein. Seien Sie gespannt!

 

Nur zu gerne hätten wir Sie am ersten Adventswochenende zu unserem Adventskonzert in der Hausener St. Agatha Kirche empfangen und mit neu einstudierten Stücken samt Chorbegleitung auf die Adventszeit eingestimmt. Leider muss dies natürlich dieses Jahr aufgrund der Corona-Lage ausfallen.

 

Da viele unsere Musiker und unsere Vorstandschaft wohl nur vereinzelt kennen, möchten wir uns an dieser Stelle mal gesammelt Vorstellen:

 

 

1: Harald Leidolt - Trompete/Flügelhorn

2: Saskia Kollosche - Querflöte

3: Carmen Waibel - Klarinette

4: Christian Waibel - Trompete/Flügelhorn und unser Dirigent

5: Kirsten Haupt - Saxophon 

6: Stefan Radtke - Schlagzeug 

7: Ina Ehinger - Klarinette

8: Lisa Zimmermann - Querflöte

9: Marion Kolb - Tenorhorn

10: Steffen Kollosche - Tenorhorn

11: Raphael Klemmer - Klarinette

12: Diethelm Mutzke - Posaune

13: Alexander Kopp - Tuba

14: Jakob Kolb - Horn

15: Sarah Stocker - Querflöte

16: Fabian Radtke - Trompete/Flügelhorn

17: Gabi Kopp - Klarinette

18: Cedric Krug - Saxophon

19: Franziska Kopp - Trompete und unsere Jugendleiterin

20: Maximilian Kopp - Trompete/Flügelhorn 

21: Jana Waibel - Querflöte

22: Rolf Nothhelfer - Tuba

 

Leider nicht mit auf diesem Foto ist unser Posaunist Alexander Messmer

 

Auch unsere Vorstandschaft ist bestimmt nicht allen bekannt (von links):

 

Steffen Kollosche - Schriftführer

Kirsten Haupt - Aktive Beisitzerin

Niklas Radtke - Passiver Beisitzer

Stefan Krug - Passiver Beisitzer

Jakob Kolb - Aktiver Beisitzer

Stefan Radtke - Kassier

Alexander Messmer - 2. Vorstand

Christian Waibel - Dirigent

Alexander Kopp - 1. Vorstand