Juni - Jugendausbildung

Auftritt von Musikern bei Fest
Einer der ersten Auftritte der noch jungen Truppe am Sommerfest '75

Kein Musikverein überlebt lange, wenn er es nicht schafft neue junge Menschen für Musik zu begeistern. Im Musikverein Hausen hatte die musikalische Ausbildung schon immer einen hohen Stellenwert. Für den Beginn der musikalischen Ausbildung im Musikverein Hausen liegen keine schriftlichen Aufzeichnungen vor. Jedoch wurde von einem Zeitzeugen der Auftakt sehr eindrücklich geschildert: Das Musikhaus Lange aus Ravensburg kam mit einem Lastwagen voller alter Instrumente vor das Schulhaus gefahren, jeder der angehenden Musikanten zog ein Instrument aus dem Fahrzeug und schon war die Zuteilung vollbracht. Die meisten der neuen Blasmusiker waren ja bereits in gesetzten Alter und brachten als musikalische Grundlage bestenfalls das Blasen einer Fanfare oder die Rhythmik der Trommel mit. Durch den Patenverein, die Stadtmusik aus Singen, wurde der erste Musikunterricht mit dem Ausbilder Kurt Oschwald und später auch mit Herrn Musikdirektor Ludwig Stock organisiert. Diese beiden Herren opferten viel Zeit und Mühe, bis die Kapelle unter der Leitung des neu verpflichteten Dirigenten, Herrn Helmut Voigtmann, erstmals auftreten konnte. Die Ausbildung war allerdings recht schnell abgeschlossen. So berichtet unser einziges, noch aktives Gründungsmitglied Harald Leidoldt, dass seine komplette Trompeten-Ausbildung aus vier Mal Gruppenunterricht in der Stube von Karl Böhler bestanden hat.

Jungmusiker am Konzert der Jugendkappe zu Weihnachten
Weihnachtsfeier mit der Jugendkapelle '85

In der Folgezeit wurden die neuen Musiker von den Aktiven im Register ausgebildet. So lernte unser Vorstand Alexander Kopp das Tubaspielen vom ehemaligen Wirt des Landgasthaus Bohl, Hermann Wick. In bleibender Erinnerung sind die ersten Unterrichtsstunden mit dem Stück „Military Escort“ welches in der Tuba nur aus Vorschlägen mit sage und schreibe drei unterschiedlichen Noten besteht.

 

Auf dem Bild hinten links: Alexander Kopp, Jürgen Frick, Alexander Wick; Davor: Mathias Handloser und Martin Meitz; Hinten: Wolfang Remmling; Von vorne links: Carmen Waibel, Miriam Pütschel, Gerald Kopp, Christian Künstner, Christine Graf, Armin Buchegger, Bettina Graf; Von hinten zu sehen: Petra Schoch und Nicole Künstner. Rechts im Bild der damalige Dirigent Wilfried Künz. 

Auszeichnungen für besondere Leistungen

Unter den Dirigenten Wilfried Künz und Edmund Zinsmayer wurden die Kinder und Jugendlichen zuerst in einem Theorieunterricht und dann auf den Instrumenten mit passendem Notenmaterial angeleitet. Insbesondere beim Dirigenten Edmund Zinsmayer wurde der Instrumentalunterricht auch nach der Eingliederung in die aktive Kapelle fortgeführt und die Jugendlichen konnten erstmals das Jungmusikerleistungsabzeichen in Silber erreichen. Unsere jetziger Aushilfsmusiker am Tenorhorn, Christian Pelz, war für lange Zeit der einzige Musiker, welcher das Goldene Abzeichen erreicht hat. Ihm sollten bis zum heutigen Tage nur drei weitere Goldjungen nachfolgen - Darunter Maximilian Kopp der 2018 sein Abzeichen erhielt.

Anfang der 90er Jahre, unter Jugendleiter Alexander Kopp, wurde die Ausbildung an die Jugendmusikschule nach Singen verlagert. Um den Unterricht vor Ort anbieten zu können und den Kindern die Möglichkeit einer eigenen Jugendkapelle zu bieten, hat der Musikverein die Blasmusikschule Hausen gegründet, ich welcher ausgebildete Musikpädagogen den Unterricht in der Eichenhalle erteilten. Mathias Gloe war der allererste Dirigent der Juka. Auf ihn folgte unser eigener Jungmusiker und Posaunist Timo Fritsch, welcher für eine lange Zeit der Juka vorstand. Das Wertungsspiel in Villingen, mit Höchstpunktzahl und das internationale Jugendkapellen in Vaduz/Lichtenstein, waren unbestreitbare Höhepunkte dieser Ära. In der nachfolgenden Zeit hat die Jugendkapelle Hausen mit Urs Gnädinger, Melanie Joos, Rebecca Behrendt und Antonia Meßmer, bestens mit Dirigier-Debütanten zusammen gearbeitet. Alle Mitglieder der Juka von Antonia wurden nach dem Auftritt bei den Wirtshausmusikanten 2017, in die aktive Kapelle integriert - ein Erfolg der nicht jedem Verein gelingt!

Kooperation mit der Grundschule Friedingen

Grundschüler mit selbstgebauten Instrumenten
Grundschüler mit selbstgebauten Instrumenten

Im Oktober 2009 hat der Musikverein Hausen zusammen mit der Jugendmusikschule Singen und Grundschule Friedingen das Projekt „Klassenmusizieren“ ins Leben gerufen. Dabei wurde die komplette Klasse auf einem Musikinstrument unterrichtet. Bei der Theater- und Konzertveranstaltung im Mai 2011 konnte die erste und zweite Klasse zeigen, was sie auf den Blockflöten gelernt hatten. Die vierte Klasse wurde bereits seit einem Jahr an verschiedenen Blechblasinstrumenten unterrichtet. Die Dauerkooperation Schule – Verein hatte einen erhebliche organisatorischen und finanziellen Aufwand, welcher leider nicht im Verhältnis zu den gewonnen Jungmusikern stand. Da alle Infoveranstaltungen, Werbeversuche und persönlichen Ansprachen an die Jugendlichen erfolglos blieben, pausiert die Jugendausbildung seit ein paar Jahren. Aus diesem Grund heißt es in Hausen „Zurück zu den Wurzeln“. So ist die Erwachsenenausbildung zum Erfolgsmodell bei der Mitgliedergewinnung geworden. Mit Kirsten Haupt, Marion Kolb und Rolf Nothhelfer, haben wir drei neue Jungmusiker in unseren Reihen, welche das 50. Lebensjahr schon überschritten haben. Zwei weitere Interessenten sind schon ganz nah dran und nach der Corona-Pandemie wird der Musikverein Hausen wieder in beiden Bereichen, der Jugend- und Erwachsenenwerbung, voll durchstarten.

Ist derzeit eine Musikausbildung möglich?

Wir als Verein sind natürlich auch weiterhin auf der Suche nach neuen frischen Talenten - egal welchen Alters! Hast Du auch Interesse ein Instrument zu lernen? Dann melde Dich einfach bei unserer Jugendleiterin Franziska über das Kontaktformular oder direkt bei unseren Musikern - Wir freuen uns auf Dich!

Mai - Historische Feste

Leider fiel der Tanz in den Mai dieses Jahr nicht nur wetterbedingt ins Wasser. Wir haben uns das zum Anlass genommen ihnen einige bisher unveröffentlichte Aufnahmen vergangener Feste zu zeigen. Der Musikverein hat seit seiner Gründung vor 50 Jahren eine große Bandbreite an Formaten für verschiedene Darbietungen geschaffen. Von Platzkonzert in der Kirche bis hin zu "Open-Air" Terminen wie dem Sommerfest mit Tauziehen war wirklich alles dabei:

Bezirksmusikfeste

Trompeter Walter Scholz spielt Solo an Bezirksmusikfest
Walter Scholz setzt zum Solo an

Bezirksmusikfeste bilden ein wichtigen Teil der Gemeinschaft zwischen den einzelnen Musikvereinen eines Bezirks. Insbesondere zu Vereinsjubiläen kommen hier sehr viele Musiker und Zuhörer zusammen.

 

Bis heute unangefochten ist hierbei das Bezirksmusikfest von 1981 zum 10. Geburtstag des Musikvereins. Walter Scholz, ein weltbekannter Trompeter gibt sein enormes Talent in Hausen zum Besten. Dass ein Musiker mit über 15 Millionen verkauften Tonträgern, sowie 15 Gold- und 3 Platinschallplatten seinen Weg nach Hausen findet wird wohl nie vergessen.

Sportfest

Auch gemeinsame Feste mit anderen örtlichen Vereinen gehören schon lange zum Musikverein. Insbesondere das in den 90ern ausgetragene Sport und Musikfest füllte regelmäßig ein ganzes Festzelt:

Advents- und Weihnachtskonzert

Seit den ersten Jahren des Musikvereins hat das letzte Konzert des Jahres sich in immer neuen Formen gezeigt:

April - 50 Jahre MV Hausen

Unser Musikverein ist nun 50 Jahre alt! Nach dem ersten Teil unserer Historie im Januar ist es jetzt an der Zeit zu schauen, wo unser Verein heute steht:

Jüngster Verein des Verbands

Der Musikverein Hausen ist der jüngste Verein im Blasmusikverband Hegau-Bodensee. Mit 24 aktiven Musikern sind wir darüber hinaus auch einer der kleinsten Vereine im Verband. Bei unseren aktiven Musikern können wir stolz eine breite Altersspanne von 17-75 Jahren vorweisen, wobei ein großer Teil auf die jüngeren Altersgruppen entfällt. Aus unserer ehemaligen Jugendkapelle konnten wir fast alle Jugendlichen erfolgreich in die aktive Kapelle überführen. Dies spricht für das große Engagement unseres Vorstands Alexander Kopp im Bereich der Jugendausbildung der vergangen Jahrzehnte. Diese weite Altersspanne konkurriert auch keineswegs mit einem kameradschaftlichen Miteinander der Musiker. Nach den wöchentlichen Proben bleibt man gerne noch etwas länger um Geburtstage zu feiern - teils auch bis in die späten Abendstunden. An den jährlichen Ausflügen sind immer nahezu alle Musiker anwesend. Darüber hinaus ist unser Verein auch musikalisch sehr gut aufgestellt. Dies ist insbesondere unserem langjährigen Dirigenten Christian Waibel zu verdanken, welcher in Eigenregie ganze Arrangements für die kleine Besetzung unserer Kapelle umschreibt. Dadurch ist es uns möglich nicht nur die tausendste Wiederholung eines Klassikers wie “Auf der Vogelwiese” zum besten zu geben, sondern auch aktuelle Titel aus Rock und Pop in Konzerte mit einzubinden. “Von Ernst Mosch bis zu den Toten Hosen”

Die WErkzeuge des Musikvereins

Als Basis hierfür benötigt ein Verein natürlich auch eine entsprechende Infrastruktur. Insbesondere ein eigener Proberaum mit Küche direkt in Hausen ist heutzutage keinesfalls eine Selbstverständlichkeit. Neben einer professionellen Beschallungsanlage für Konzerte mit Gesang hat sich der Musikverein in den vergangenen 50 Jahren auch ein weites Sortiment an Instrumenten angeeignet, welche für die Jugend- und Erwachsenenausbildung zur Verfügung stehen. Auch im digitalen Bereich ist der Musikverein auf einem guten Stand. Von moderner und aktueller Website über soziale Medien bis hin zu personalisierten Email Adressen und einem eigenen Cloud Speicher - der Musikverein verschließt sich keiner Neuerung.

JUBILÄUMSFEIER IM FRÜHJAHR 2022

Sport- und Musikfest in Hausen
Sport- und Musikfest in Hausen

Zur Feier unseres Jubiläums sollte am 16. & 17.  April diesen Jahres,  ein zweitägiges Fest stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir diesen Termin in das Frühjahr 2022 verschoben. Am Freitag soll ein Festakt in Form eines Doppelkonzerts zusammen mit unserer Patenkapelle, dem Blasorchester der Stadt Singen den Auftakt in die Feierlichkeiten bilden. Am Samstag folgt dann ein Bezirksmusikfest unter dem Motto “Non-Stop-Blasmusik”. Nähere Details hierzu werden zum passenden Zeitpunkt folgen.

Vereinsleben in Zeiten von Corona

Auftritt der "St. Aghata Bläser" an der Hospiz in Singen
Auftritt der "St. Aghata Bläser" an der Hospiz in Singen

Auch wenn vielen von uns das Thema Pandemie und Corona die Geduld sehr strapaziert dürfte wollen wir an dieser Stelle  einen kleinen Lichtblick bieten. Wir als Musikverein sind bisher sehr gut durch die Pandemie gekommen. Es freut uns keinerlei Abgänge bei den Musikern verzeichnen zu müssen. Nach Ausarbeitung eines Hygienekonzepts konnten wir im Sommer 2020 mit Proben an der frischen Luft beginnen und diese später in der Eichenhalle fortsetzen. Auch unserem gesellschaftlichen Einfluss sind wir und bewusst. Im März nahmen wir an der bundesweiten Aktion “Musik aus dem Fenster” teil und in der Adventszeit gaben wir den Bewohnern der Hospiz Singen ein Standkonzert in kleiner Besetzung zum Besten. Unsere Quartett-Besetzung, die “Sankt-Agatha-Bläser” konnten unter Einhaltung aller Hygienevorschriften einige Gottesdienste mitgestalten.

Sobald es wieder möglich ist, freuen wir uns wieder auf gemeinsame Proben und noch viel mehr auf Konzerte und Auftritte.

AUSBLICK UNSERES VORSTANDS FÜR DIE ZUKUNFT

Alexander Kopp
Alexander Kopp

Liebe Freunde und Gönner des MV Hausen,

 

es ist natürlich schade, dass wir unser Jubiläum nicht wie geplant feiern können. Dennoch bin ich stolz, wie meine Aktiven und die Vorstandschaft in dieser schweren Zeit zusammengehalten haben. Die Proben waren gut besucht, wir haben einen tollen Jubiläumskalender zusammengestellt. Alle ehemaligen Musiker, Dirigenten und Vorstände aus den vergangenen 50 Jahren, wurden persönlich angeschrieben und über das Jubiläum informiert. Die positiven Reaktionen, teilweise aus dem gesamten Bundesgebiet, haben uns sehr gefreut.

Ich bin mir sicher: So wie jetzt, die vor wenigen Wochen noch raren FFP2-Masken überall erhältlich sind, werden wir in 2 - 3 Monaten den Impfstoff zur Verfügung haben. Das normale Leben wird zurückkehren, wir werden unseren Probebetrieb wieder aufnehmen und eine neue Jugend- und Erwachsenenausbildung starten.

Zu unserem "Jubiläumsfest 50+1", im April 2022, möchte ich Sie schon heute recht herzlich einladen.

 

März - Blechbläser

Die besten Musiker können keine Musik machen ohne ihre Instrumente. Doch welche Instrumente gibt es denn überhaupt in der Blasmusik und wofür sind Sie da? Daher möchten wir in diesem Monat die Gruppe der Blechbläser vorstellen.

 

Wikipedia sagt uns dazu: "Ein Blechblasinstrument ist ein Blasinstrument, bei dem die Töne mit einem Kessel- oder Trichtermundstück nach dem Prinzip der Polsterpfeife angeblasen werden. Die schwingenden Lippen des Musikers erzeugen den Ton durch Ankopplung an eine konisch-zylindrische Röhre, deren Luftsäule als Resonator dient."

 

So weit so gut aber was heißt das jetzt genau? Bei Blechblasinstrumenten kommt es vor allem auf den Musiker an, wie weich oder hart/hoch oder tief der erzeugte Ton klingt. Dieser Ton wird anschließend durch das Instrument verstärkt oder durch Ventile und Züge verändert. Hierfür braucht es zu Beginn einiges an Übung bis die richtige Technik erlernt ist - Gleiches gilt jedoch auch für alte Hasen um in Übung zu bleiben ;-) Hierzu ein Ausschnitt unseres letzten Ausflugs nach Unterwasser:

Im Musikverein Hausen werden folgende Blechblasinstrumente eingesetzt: Das tiefste und größte Instrument ist die Tuba in B. Eine Oktave höher klingen das Waldhorn, das Tenorhorn, der Bariton und die Posaune. Dazwischen liegt die kleinere Tuba in Es. Nochmals eine Oktave höher als das Tenorhorn ist die Trompete und das Flügelhorn angesiedelt. 

Flügelhorn und Trompete - Das ist doch das gleiche?

Zwischen dem bekanntesten Blechbläser - der Trompete - und dem Flügelhorn bestehen einige Unterschiede in der Bauform und auch im daraus hervorgehenden Einsatz in der Musik! 

Die Trompete hat dünnere Rohre, ist eng mensuriert und klingt daher etwas härter und ist für einen strahlenden Ton geeignet. Flügelhörner sind viel weiter und haben ein vollen und warmen Klang und werden deshalb beispielsweise für getragene Melodien in Polkas eingesetzt. Die Trompete übernimmt die kurzen Signaltöne. Bei den tieferen Instrumenten ist die Posaune mit der Trompete vergleichbar. Alle andren tiefen Instrumente wie Tenorhorn, Bariton und Tuba sind weit mensuriert. (Unter dem Begriff der Mensuierung versteht man im Instrumentenbau Abmessungen und Maßverhältnisse)

Wie kommen denn die Töne zustande?

Pumpventil
Schematische Darstellung eines Pumpventils

Im wesentlichen wird durch eine veränderte Lippenspannung die Tonhöhe bestimmt. Geringe Lippenspannungen erzeugen tiefe und starke Spannungen hohe Töne. Durch den Druck, mit dem der Musiker ins das Instrument bläst kann dann noch die Lautstärke geändert werden. Auf diese Weise können jedoch nur die sogenannten "Naturtöne" erzeugt werden. Um die weiteren Zwischentöne spielen zu können haben die meisten Blechblasinstrumente Ventile. Wird ein solches Ventil gedrückt, so wird das Instrument um den entsprechenden Ventilbogen verlängert und der Ton somit tiefer. Das 1. Ventil macht das Instrument um einen ganzen Ton tiefer, das 2. um einen Halbton und das Dritte um 1,5 Töne. Durch die Kombination der Ventile können ausgehend von den Naturtönen alle anderen Zwischentöne erreicht werden.

Der Trugschluss "Die Trompete hat ja nur 3 Tasten, das ist ja viel einfacher als ein Klavier" sollte hiermit beseitigt sein :-)

Eine Besonderheit unter den Blechblasinstrumenten stellt die Posaune dar. Sie verzichtet vollständig auf Ventile. Stattdessen wird durch ein Zugrohr das Instrument verlängert und der Ton dementsprechend tiefer. Bei den übrigen Blechblasinstrumenten wird dies in verkleinerter Form dazu genutzt, um das Instrument zu stimmen.

Und was kann man damit alles spielen?

Musikalisch gesehen sind den Blechblasinstrumenten nahezu keine Grenzen gesetzt. Von der Verwendung als Soloinstrument in großen Symphonieorchestern bis hin zum Hintergrund Brass in Rock, Pop und Jazz ist alles möglich. Bekannte Brass-Bands, wie LaBrassBanda zeigen immer wieder aufs Neue, wie vielfältig Blasmusik sein kann. Auch für uns als Musiker ist es immer eine angenehme Abwechslung moderne Stücke, wie "Wannsee" von den Toten Hosen, "Auf uns" von Marc Forster oder den Lagerfeuer Klassiker "Country-Roads" von John Denver musikalisch zu interpretieren. 

Ich will das auch können!

Unser Musikverein freut sich über jeden Interessierten - egal ob jung oder alt! Mit Rolf Nothelfer, Kirsten Haupt und Marion Kolb konnten wir bereits 3 "Alt-Jungmusiker" erfolgreich in unsere Kapelle integrieren. Auch unsere ehemalige Jugendkapelle haben wir vollständig in unsere aktive Kapelle überführen können.

 

Hast Du auch Interesse ein Instrument zu lernen? Dann steht unsere Jugendleiterin Franziska Kopp steht für Fragen jederzeit zur Verfügung: Kontakt

 

Ansonsten kannst Du auch einfach einen Musiker ansprechen :-)

Februar - Fasnacht früher und heute

Da die Fasnacht in diesem Jahr wohl leider ausfällt, haben wir für diesen Monat ein paar Archivbilder aus frühen Jahren herausgesucht. Der Musikverein begleitet seit langem die Hausener Fasnacht mit der Fasnachtsmusik - vom Wecken am Schmutzige Dunschtig bis hin zur Verbrennung der Fasnet vor Aschermittwoch. 

 

An Fasnacht tauschen die Musiker Ihre Uniformen gegen verschiedene Häser ein. Meist in grüner Kutte der Reblauszunft angepasst. Bei besonderen Umzügen oder Mottos werden wir aber auch kreativ und kreieren neue Häser. Die meiste Vorbereitungszeit wurde immer für den Narrenspiegel am Fasnachts- Samstag verwendet. Die Akteure kamen aus der ganzen Hausener Bürgerschaft und stellten ein sehenswertes Programm auf die Beine. Die Eichenhalle war bis zu den Morgenstunden brechend voll, weil viele ehemalige Hausener an diesem Tag wieder den Weg in die alte Heimat fanden.

 

Höhepunkte waren unbestritten die Imitation des Musikantenstadel mit Thomas Stocker als Karl Moik und Alexander Kopp als Hias. Das Playback der gewichtigen "Wildecker Herzbuben" übernahmen fast täuschend echt Hermann Stocker und Wolfgang Hegge mit der Schnulze "Herzilein". In einem anderen Jahr  haben wir "Wetten, dass ...?" nachgespielt. Dabei wurde unter anderem Pfarrer Engelbert Ruf, samt Stuhl, mit einem Wagenheber auf vier umgedrehte Sektgläser gehieft. Bei der Außenwette (auf dem Weg entlang der Fensterfront der Halle), lieferte sich ein 11PS Oldtimerschlepper ein Tauziehen gegen 11 Männer der Holzer.

Hier ein paar Auszüge aus dem Fasnachtsleben der Musiker:

1979 spielten die Hausener Musiker zum Tanz in der Alten Gemeindehalle auf

1989 die Alte Gemeindehalle bzw. der heutige Jugendtreff bildeten schon in den 80'ern einen wichtigen Anlaufpunkt der Fasnet

1997 präsentierte sich der gesamte Musikverein am Narrenspiegel. Gerald Kopp glänzte hierbei mit dem "Zirkus Renz". Ein Solo für Xylophon und das anspruchsvolle Stück forderten die gesamte Kapelle. Zu Belohnung gab es ein begeistertes Publikum.

Im Jahr 1999 zeigten die Musiker erneut, was sie drauf haben. Umzug spielen am Vormittag - Unterhaltung in der Eichenhalle und am Abend dann auch noch Hemdglonker. am Fasnetsamschtig traten die Musiker in verschiedenen Gruppen als "Die Doofen" oder "Tic, Tac, Toe" auf.

Ein besonderes Ereignis war das Narrentreffen 2008 zusammen mit der Reblauszunft in St. Georgen im Schwarzwald. Anwohner wurden sogar im eigenen Wohnzimmer beschallt und auch ein geplatztes Trommelfell konnte die Musiker nicht bremsen - Wenn das mal kein Einsatz ist!

2020 fand erneut der Hegauumzug in Hausen statt

Hüserbsuch

Die freundlichen Einladungen am Schmutzige Dunschtig zum Hüserbsuch haben die Musiker natürlich immer gerne angenommen. Über zukünftige Einladungen freuen wir uns ebenfalls. Wir spielen nicht nur für Musiker zünftig auf 😉

Januar - Gründung

Gruppenfoto der ersten Besetzung
Das erste Gruppenfoto unseres Musikvereins

Der Musikverein Hausen wünscht allen ein frohes neues Jahr! - Hoffentlich schon bald wieder mit Konzerten und Auftritten. Unser Kalenderthema im Januar ist die Gründung unseres Musikvereins am 2. April 1971. Zum Auftakt in unser Jubiläumsjahr haben wir den ersten Teil unserer Entstehungsgeschichte ausgearbeitet. Teil 2 folgt dann in den kommenden Monaten.  

1961 - 1971: Die Vorläufer des Musikvereins

Der Fanfarenzug war der Vorläufer des heutigen Musikvereins
Der Fanfarenzug war der Vorläufer des heutigen Musikvereins

Nachdem in Hausen a. d. Aach in den zurückliegenden Jahren die Fasnacht dem Schicksal überlassen wurde, sollte es für die Zukunft eine geordnete Fasnacht geben. Es war an Fasnacht 1961, als der Gedanke aufkam, einen Narrenverein zu gründen und eine erste öffentliche Versammlung einzuberufen. Aus diesem Grunde trafen sich am 20. Mai 1961 im Gasthaus "Zum Kranz" viele interessierte Bürger zu einer Versammlung, um über die Gründung eines Narrenvereins zu beraten. Nach angeregter Diskussion war man bereit, ein Gremium zu wählen, das die Veranstaltungen der Fasnacht zu planen und in größerem Rahmen für Geselligkeit innerhalb der Interessierten zu sorgen hatte. Dem Gremium gehörten an: Josef Stadelhofer, Oskar Wick, Paul Wick, Josef Braun, Hans Stocker, Werner Meitz und Philipp Böhler.

Am 11.11.1961 fand im Gasthaus "Zur Sonne" die 1. Narrenversammlung statt. Einziger Tagesordnungspunkt war die Wahl des Elferrates. Bürgermeister Kurt Bölle wurde als Wahlleiter bestimmt, folgende Personen wurden in den Elferrat gewählt: Josef Stadel-hofer, Oskar Wick, Erich Messmer, Philipp Böhler, Paul Wick, Werner Meitz, Josef Wick, Richard Graf, Hans Stocker, Arnold Stocker und Alfons Wick. Als erster Vorstand wurde Josef Stadelhofer gewählt, als Narrenpolizei sollte Werner Bürklin fungieren.

Nachdem der Elferrat gebildet war, sollte dieser mit entsprechender Garderobe ausgerüstet werden. Die Kosten für die Garderobe hatte jeder selbst zu finanzieren. Mit einem kräftigen Narri-Narro wurde die Versammlung von Josef Stadelhofer geschlossen.

Nachdem 2 Jahre vergangen waren, erkannte man, dass ein Narrenverein ohne Musikbegleitung auf die Dauer kein Zustand sein kann. Der Vorschlag des Elferrates Alfons Wick, einen vereinseigenen Fanfarenzug zu gründen, fand großen Anklang. Anlässlich einer Mitgliederversammlung am 13.11.1963 wurde dem Wunsch entsprochen, einen vereinseigenen Fanfarenzug ins Leben zu rufen. Bei einer Umfrage, wer dem Fanfarenzug beizutreten gedenke, erteilten 18 Mitglieder des Narrenvereins die Zusage. Bei der Zusam-menkunft der Interessierten am 21.11.1963 wurde Herr Assfalg aus Singen eingeladen, der den Anwesenden flotte Töne auf der Fanfare, sowie sein Können auf den Trommeln und der Pauke zeigte. Es wurden 13 Fanfaren, 3 Marschtrommeln und 2 Landsknechttrommeln sofort "bestellt“. Infolge des chronischen Geldmangels musste auch diesmal jeder sein Instrument aus der eigenen Tasche bezahlen. Am 03.12.1963 fand die erste Probe unter dem Dirigenten Herrn Weber statt. Es wurde beschlossen, einmal wöchentlich Proben abzuhalten. An Fasnacht 1964 trat der Fanfarenzug zum ersten Mal an die Öffentlichkeit.

In der Generalversammlung am 29.10.1965 wurde eine neue Vorstandschaftgewählt, die zum Ziel hatte, Narrenverein und Fanfarenzug zu vereinigen. Der bisherige Vorstand Josef Stadelhofer stellte sich nicht mehr zur Verfügung und so wurde Johann Stocker zum 1. Vorsitzenden bestimmt. Weiterhin wurden gewählt als 2. Vorstand Erich Messmer, als Kassierer Alfred Breh und als Schriftführer Manfred Haug. Zu Beisitzern wurden bestimmt: Rudolf Kuppel, Helmut Pelz, Norbert Schweizer, Josef Stocker, Josef Wick und Siegfried Meitz. Damit hatte der Narrenverein vereint mit dem Fanfarenzug wieder eine neue Vorstandschaft.

Am Volkstrauertag 1965 wirkte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte der Fanfarenzug am Ehrenmal der gefallenen Soldaten mit. Es wurde ein Fanfarenruf einstudiert, der in unserer Gemeinde viel Anklang fand. In den folgenden Jahren nahm der Fanfarenzug unter der Stabführung von Josef Wick an Veranstaltungen verschiedenster Art teil. Er war in der näheren und weiteren Umgebung ein bestens bekannter Klangkörper. 

Der Höhepunkt des Fanfarenzuges Hausen a. d. Aach war das Treffen der Spielmanns- und Fanfarenzüge an Pfingsten 1968. Es wurde ein Festzelt neben dem Sportplatz aufgestellt. Am Samstag wurde ein Beat­Kapellen-Wettbewerb veranstaltet. Am Sonntagmorgen wurde ein Festgottesdienst abgehalten; der anschließende Frühschoppen wurde vom Musikverein Beuren durch-geführt. Am Sonntag Nachmittag zog ein farbenprächtiger Umzug der 10 Fanfarenzüge mit klingendem Spiel durch das Dorf zum Festzelt. Nach dem Umzug traten die einzelnen Fanfarenzüge im Festzelt auf. Der Unterhaltungsabend, der vom Fanfarenzug Hausen a. d. Aach eröffnet wurde, war ein voller Erfolg, die Darbietungen wurden vom Publikum mit Beifall belohnt.Der Pfingst-Montag fand mit dem Kaspar-Schroff-Gedächtnisturnier, der Siegerehrung und der anschließenden Tanzveranstaltung ihren Abschluss. 

1971: Geburtsstunde des Musikverein Hausen

Erster Auftritt des Musikvereins an der Schule
Erster Auftritt des Musikvereins an der Schule

Auf Einladung zu einer Vorstandssitzung am 19.03.1970 im Gasthaus "Zur Sonne" waren alle Vorstandsmitglieder sowie die Aktiven des Fanfarenzuges vollzählig erschienen. Der Vorsitzende teilte mit, dass der Wunsch nach "besserer und kulturell anspruchsvollerer Musik“ laut wurde. Es ginge heute darum, dass über die Gründung einer Volksmusik abgestimmt. Bei der Abstimmung von 23 Aktiven des Fanfarenzuges kam es zu folgendem Ergebnis: 21 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und 1 Stimmenthaltung.In einer weiteren Vorstandssitzung unter Leitung des damaligen Bürgermeisters Johann Stocker wurde am 29. Mai 1970 der Beschluss gefasst, einen Musikverein zu gründen. Man war sich damals auch der großen finanziellen Opfer bewusst, die ein solches Vorhaben an alle Aktiven und Passiven stellen würde. In einer vorbereitenden Mitgliederversammlung im Gasthaus "Zur Sonne“ machte der Präsident des Hegau-Musikverbandes, Herr Hans Seyser, auf die Schwierigkeiten des Vorhabens aufmerksam, zeigte jedoch auch auf, welchen kulturellen Wert eine Musikkapelle in einer Gemeinde darstelle. Es wurde beschlossen, eine zur Vereinsgründung notwendige Satzung zu erstellen.

Die aktiven Musiker, die inzwischen mit den Proben im Schulsaal unter dem Ausbilder Kurt Oschwald begonnen hatten, mussten die Vergütung für die Probenstunden selbst bezahlen. Herr Kurt Oschwald und später auch Herr Musikdirektor Ludwig Stock aus Singen opferten viel Zeit und Mühe, bis die Kapelle unter der Leitung des neu verpflichteten Dirigenten, Herrn Helmut Voigtmann, erstmals am Volkstrauertag, 15. Nov. 1970 mit einem Choral und dem Lied vom guten Kameraden an die Öffentlichkeit trat. Man war allgemein überrascht, von der Kapelle eine klanglich so einwandfrei vorgebrachte Darbietung zu erleben.

 

Die Gründungsurkunde mit der ersten Vorstandschaft
Die Gründungsurkunde mit der ersten Vorstandschaft

Am 02. April 1971 konnte die Gründungsversammlung in der neuen Gemeindehalle abgehalten werden. Nachdem in den vergangenen Sitzungen ausgiebig über die Gründung gesprochen wurde, gab es keine große Diskussion und man konnte zur Wahl schreiten. Als Vorsitzender des Musikvereins wurde der bisherige Vorstand des Narrenvereins/Fanfarenzuges Herr Johann Stocker gewählt. Es folgten als 2. Vorstand Alois Harder, Kassierer Alfons Wick, Schriftführer Reinhold Schwarz, Dirigent Helmut Voigtmann. Aktive Beisitzer wurden Norbert Schweizer, Albert Keller und Karen Schwarz; passive Beisitzer wurden Josef Stadelhofer, Georg Wick und Josef Stubinitzky. Das jüngste Mitglied des heutigen Musikverbandes Hegau-Bodensee konnte kurz darauf 24 aktive und 107 passive Mitglieder sein Eigen nennen.

Gründungsmitglieder: 

Alfons Wick, Klaus Peter, Bruno Weiß, Hans-Georg Lutz, Harald Leidolt, Albert Weniger, Karen Schwarz, Alois Harder, Josef Stadelhofer, Ulrich Benz, Karl Böhler, Reinhold Schwarz, Hans Schwarz, Klaus Weber, Erwin Buchegger, Johann Stocker, Norbert Schweizer, Josef Stubinitzky, Hermann Wick, Manfred Haug, Gottfried Moßbrugger, Franz Block, Albert Keller, Josef Wick, Helmut Voigtmann, Siegfried Hennhöfer, Georg Wick und Kurt Handloser.

Nachdem der Musikverein gegründet war, sollte dies mit einem Fest gebührend gefeiert werden; der Termin wurde auf den 4. + 5. September 1971 festgelegt. Im Hinblick auf die Bürgeranhörung bezüglich Eingemeindung zur Stadt Singen, wonach abzusehen war, dass der Zusammenschluss zustande kommen würde, wurde dieser Termin verschoben. Es sollte dann das Gründungsfest mit der Eingemeindung verbunden werden.

Gründungsfest mit Umzug im Mai 1971
Gründungsfest mit Umzug im Mai 1971

In einem gemeinsamen Gespräch zwischen dem Ortschaftsrat und dem Musikverein wurde dann der Termin auf die Pfingstfeiertage festgelegt. Das Fest wurde am Pfingstsamstag mit der Bauernkapelle Mindersdorf eröffnet. Am Sonntag fand ein Zeltgottesdienst mit anschließendem Frühschoppen statt. Viele Gäste aus Nah und Fern erlebten bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag einen Festzug durch die geschmückten Straßen zum Festzelt. Das rund 1.200 Personen fassende Festzelt war den ganzen Tag dicht besetzt.Eröffnet wurde der Festabend, der im Zeichen der Eingemeindung und Gründung des Musikvereins stand, von der Stadtmusik Singen. Ortsvorsteher und Vorsitzender Johann Stocker des Musikverein Hausen begrüßte die Gäste, ganz besonders Herrn Oberbürgermeister Möhrle, Bürgermeister Neurohr, die Ortschaftsräte sowie die Vertreter des Musikverbandes. Im weiteren Verlauf wurde nochmals kurz die Entwicklung des Vereins vorgetragen. Mit einem Dank an alle Beteiligten, besonders aber an die Stadt-musik Singen, die an der Gründung des Musikvereins wesentlich mitgearbeitet hatte, wurde das Fest beschlossen.

Dieser Tag sollte für Hausen a. d. Aach in die Geschichte der Gemeinde eingehen. Herr Oberbürgermeister Möhrle stellte lakonisch fest, der heutige Abend ist ein Zeichen des Sparens, weil zwei Feiern zusammengelegt wurden. Die Gründung des Musikvereins bezeichnete Möhrle als eine ungewöhnliche Leistung. Als besondere Anerkennung überreichte er dem Verein eine wertvolle Zugposaune .

Der Präsident des Hegau-Musikverbandes Hans Seyser überbrachte die Glückwünsche des Verbandes und sagte, man sei dazu da, die jungen Leute zur Blasmusik zu bewegen. Ein besonderes Kompliment ging an die Hausener Musikkapelle, sowie an den Dirigenten Helmut Voigtmann für seine mühevolle Arbeit im Verein. Nun folgten die musikalischen Darbietungen des gemischten Chores unter der Leitung von Rudolf Kuppel, dem Munot Quintett aus Schaffhausen sowie des Musikvereins Hausen. Als humorvolle Bänkelsänger, die sich die Eingemeindung zum Thema nahmen, bewährten sich Dieter Schlimper und Rudolf Kuppel. Der Abend verging viel zu schnell; es wurde auch getanzt was das Zeug hielt.

Die Anfangsjahre Des Musikvereins

Verabschiedung von Helmut Voigtmann
Verabschiedung von Helmut Voigtmann

In der folgenden Zeit wurden die üblichen Feiern vom Musikverein musikalisch gestaltet; auch wurde an Festen der benachbarten Kapellen teilgenommen. Im Jahre 1974 bekam der Musikverein Hausen das Bezirkskonzert des Bezirks "Hohentwiel" zugesprochen. Der Vorsitzende gab einen Überblick über diese Veranstaltung, wies aber zugleich auf die viele Arbeit, die auf den Verein zukommt, hin. Durch einen Beschluss der Vorstandschaft wurde die Zustimmung zu diesem Fest erteilt. Das Bezirksmusikfest nahm einen guten Verlauf. Alle Beteiligten waren sehr zufrieden, aber der erhoffte Reingewinn blieb aus, obwohl drei Tage zünftig gefeiert wurde.

Am 14.06.1975 wurde in einer Feierstunde in der Gemeindehalle nach 5-jähriger Tätigkeit als Dirigent, Herr Helmut Voigtmann verabschiedet. Der Vorsitzende bedankte sich auf das Herzlichste für die geleistete Arbeit im Musikverein. Gleichzeitig konnte der neue Dirigent Josef Karler in sein Amt als Nachfolger eingeführt werden. Der junge, 20-jährige Dirigent musste sich zunächst mit seiner Aufgabe vertraut machen. Er hatte aber gleich erkannt, dass ein höheres, musikalisches Niveau erreicht werden könnte. Die Probentätigkeit wurde daraufhin verstärkt und die musikalischen Fähigkeiten ausgebaut. 

So konnte auch eine Tanzmusikabteilung gebildet werden, die an Fasnacht 1979 ihr Können unter Beweis stellte. Ebenfalls wurde am Verbandsmusikfest in Worblingen zum ersten Mal unter der Leitung von Josef Karler am Wertungsspiel in der Unterstufe teilgenommen. Es wurde ein 1. Rang erzielt; zum Feiern war das ein gegebener Anlass. Durch einen Unglücksfall kam unser Dirigent Josef Karler im Juli 1979 auf seiner Heimfahrt ums Leben. Die Kapelle nahm geschlossen an der Beerdigung teil. Mit dem Lied vom guten Kameraden wurde ihm die letzte Ehre erwiesen.

Bei der folgenden Suche nach einem neuen Dirigenten merkte man schon damals, dass dies kein leichtes Unterfangen ist. Glücklicherweise konnte mit Herrn Wilfried Künz ein begeisterter Musiker und Dirigent als Leiter der Musikkapelle gefunden werden. Unter Herrn Künz wurde auch die Jugendausbildung forciert, da man auch damals schon merkte, dass ein Fortbestand der Kapelle - aufgrund beruflich und familiär bedingter Austritte von aktiven Musikern - nur mit einer soliden Jugendausbildung gewährleistet werden konnte. Die Ausbildungskosten betrugen zu dieser Zeit unglaubliche 5 DM im Monat.

 

Bezirksmusikfest und 10 Jahre MV Hausen

Auftritt des Startrompeters Walter Scholz am Bezirksmusikfest
Auftritt des Startrompeters Walter Scholz am Bezirksmusikfest

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Musikvereins Hausen bekamen wir 1981 wiederum das Bezirkskonzert des Bezirks "Hohentwiel" zugesprochen. Vier Tage sollte im Zeichen der Blasmusik in Hausen gefeiert werden. Der große "Bunte Abend" mit dem Startrompeter Walter Scholz und den Hegau-Musikanten sowie das große Bezirkskonzert waren als Höhepunkte anzusehen. Viele wollten sich den Abend nicht entgehen lassen und hatten sich deshalb im Vorverkauf die Eintrittskarten erworben. Das Festzelt war bis auf den letzten Platz besetzt

Während des Bezirkskonzertes wurden die aktiven Musiker für ihre 10-jährige Zugehörigkeit zum Verein geehrt. Es waren dies: Karl Böhler, Ulrich Benz, Erwin Buchegger, Albert Kleiner, Harald Leidolt, Wolfgang Remmling, Josef Stocker, Hans Schwarz, Norbert Schweizer, Alfons Wick, Josef Wick und Hermann Wick.

Am Schluss der Veranstaltung fand eine Tombola statt. Als 1. Preis war eine Flugreise nach Mallorca angesetzt. Die Glücksfee Frl. Steiner zog als Gewinner des ersten Preises den Vorstand Johann Stocker, so dass dieser nach Mallorca reisen konnte, um sich von den Strapazen des Musikfestes zu erholen.

Im Jahre 1983 nahm der Musikverein unter der Leitung von Wilfried Kunz am Wertungsspiel im Rahmen des Verbandsmusikfest in Stockach teil. Es wurde ebenfalls ein Rang erzielt. Der Ausflug der Kapelle nach Truden/Südtirol war eine weiterer Höhepunkt dieses Vereinsjahres. Zum Jahresende 1983 stellte Herr Künz seine Tätigkeit als Dirigent ein.

 

Edmund Zinsmayer am Weihnachtskonzert 1985
Edmund Zinsmayer am Weihnachtskonzert 1985

Nach dem Weggang von Herrn Künz konnte glücklicherweise Edmund Zinsmayer als ein erfahrener Dirigent für die aktive Kapelle gewonnen werden. Er machte dem Verein klar, dass er bei seiner Arbeit als Dirigent das musikalische Niveau der Kapelle erweitern möchte. Das jedoch erfordere für die Zukunft eine große Probenbeteiligung und eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Durch intensivere Probetätigkeit der Kapelle, jedoch auch durch verstärkt durchgeführte Einzelproben wurde der Leistungsstand der Kapelle in kurzer Zeit deutlich verbessert. Die Jugendlichen erhielten eine intensive Ausbildung. Das Leistungsabzeichen in Bronze war nun künftig die Grundvoraussetzung für die Eingliederung in die aktive Kapelle. Unter ihm hat die Kapelle zweifelsohne die grössten musikalischen Fortschritte seit ihrem Bestehen gemacht. Auch in der Jugendausbildung setzte er neue Massstäbe. Da seine Schüler auch nach der Eingliederung in die aktive Kapelle weiterhin unterrichtet wurden, konnten neben den nun schon obligatorischen JMLA in Bronze auch das Leistungsabzeichen in Silber und Gold erworben werden.

Mit der Einweihung der Eichenhalle im Jahre 1985 erhielt der Musikverein ein neues Probenlokal. 

Das Jahr 1986 konnte nach 15-jährigem Bestehen des Vereins als Höhepunkt bezeichnet werden: die Kapelle nahm am Verbandsmusikfest in Steißlingen erstmals in der Mittelstufe teil und konnte mit 116 von möglichen 120 Punkten einen 1. Rang mit Belobigung erspielen. Dies wurde natürlich mit einem Umtrunk und Essen gebührend gefeiert.

Für den Dirigenten Edmund Zinsmayer gab es eine gelungene Überraschung : er wurde für seine 40-jährige musikalische Laufbahn vom Verbandspräsidenten Ewald Schmid mit der goldenen Ehrennadel geehrt.

Im Jahr 1989 übergab der seit der Gründung tätige 1. Vorstand Johann Stocker, bereits deutlich von seiner Krankheit gezeichnet, den Vorsitz an Alfred Breh. Ihm, einem der Gründungsmitgliedern des Musikvereins oblag die schwierige Aufgabe, den Verein erfolgreich durch die Zeit mit einer geringen aktiven Musikerstärke zu führen. .

Im Jahre 1990 verließ Edmund Zinsmayer den Verein, die Leitung der Kapelle übernahm nun Ekkehard Kaupp. Doch leider waren Kapelle und Dirigent nicht richtig "kompatibel" zueinander, so daß im Jahre 1991 wiederum Edmund Zinsmayer die Leitung der Kapelle übernahm.

Im Jahre 1993 übergab Alfred Breh den Vorsitz des Vereines an Alexander Wick. Alfred Breh war zu diesem Zeitpunkt über 18 Jahre in der Vorstandschaft tätig

Der Nachwuchsmangel sowie der Rücktritt des Dirigenten Edmund Zinsmayer führte dazu, dass man im Jahre 1993 mit dem Musikverein Beuren a. d. Aach eine Spielgemeinschaft einging. Obwohl dieser Schritt von vielen Aussenstehenden kritisch betrachtet wurde, erwies sich dies im Nachhinein als richtige Entscheidung für den Erhalt der aktiven Kapelle. Um auch die Musiker, die nicht in der Spielgemeinschaft mit Beuren a. d. Aach mitspielten, im Verein zu halten, führte man die Musikkapelle Hausen a. d. Aach als selbständige Kapelle auf Sparflamme fort. Unter Christian Pelz wurde einmal wöchentlich geprobt und kleinere Auftritte in der Ortsgemeinschaft absolviert. Die Leitung der Spielgemeinschaft Beuren-Hausen a. d. Aach oblag zu Beginn Herrn Christian Kramer, der aus den beiden Vereinen eine Kapelle formte, die nun aber mehr der konzertanten Blasmusik Beachtung schenkte.

Nach zwei Jahren übernahm erneut Alfred Breh die Führung des Musikvereins. Auch die Spielgemeinschaft Beuren-Hausen a. d. Aach erhielt ebenfalls eine neue Leitung: Christian Kramer übergab seinen Taktstock an Herrn Kuno Mössmer. Die aktiven Musiker des MV Hausen a. d. Aach besuchten nun leider in immer kleinerer Anzahl die gemeinsamen Proben in Beuren, so daß sich der neu gewählte Vorstand Gerd Grundl im Jahre 1997 genötigt sah, die Spielgemeinschaft mit Beuren aufzulösen.

Erstmals seit Jahren konnten nun auch wieder junge Musiker aus den eigenen Reihen in die Kapelle eingegliedert werden. Dies war ein ein Zeichen für eine erfolgreich geleistete Jugendarbeit.

Ein Neubeginn gelang dem Verein nun unter ihrem neuen Dirigenten Stephan Einsiedler. Unter seinem Einfluss wurde auch die Idee geboren im Frühling mit einer befreundeten Gastkapelle ein Doppelkonzert auszurichten. Um dem eigentlichen Sinn des Konzertes - nämlich dem Zuhören - mehr Geltung zu verschaffen, entschied man sich, das Konzert in Form eines Stuhlkonzertes - ganz ohne Bewirtung während der musikalischen Vorträge - durchzuführen.

 

Fortsetzung folgt...

 

Dezember 2020 - Adventskonzert

Herzlich willkommen zum Auftakt unseres Jubiläumskalenders - ab sofort erscheint an dieser Stelle jeden Monat ein neuer Beitrag zu unserer Vereinsgeschichte oder zur Blasmusik allgemein. Seien Sie gespannt!

 

Nur zu gerne hätten wir Sie am ersten Adventswochenende zu unserem Adventskonzert in der Hausener St. Agatha Kirche empfangen und mit neu einstudierten Stücken samt Chorbegleitung auf die Adventszeit eingestimmt. Leider muss dies natürlich dieses Jahr aufgrund der Corona-Lage ausfallen.

 

Da viele unsere Musiker und unsere Vorstandschaft wohl nur vereinzelt kennen, möchten wir uns an dieser Stelle mal gesammelt Vorstellen:

 

 

1: Harald Leidolt - Trompete/Flügelhorn

2: Saskia Kollosche - Querflöte

3: Carmen Waibel - Klarinette

4: Christian Waibel - Trompete/Flügelhorn und unser Dirigent

5: Kirsten Haupt - Saxophon 

6: Stefan Radtke - Schlagzeug 

7: Ina Ehinger - Klarinette

8: Lisa Zimmermann - Querflöte

9: Marion Kolb - Tenorhorn

10: Steffen Kollosche - Tenorhorn

11: Raphael Klemmer - Klarinette

12: Diethelm Mutzke - Posaune

13: Alexander Kopp - Tuba

14: Jakob Kolb - Horn

15: Sarah Stocker - Querflöte

16: Fabian Radtke - Trompete/Flügelhorn

17: Gabi Kopp - Klarinette

18: Cedric Krug - Saxophon

19: Franziska Kopp - Trompete und unsere Jugendleiterin

20: Maximilian Kopp - Trompete/Flügelhorn 

21: Jana Waibel - Querflöte

22: Rolf Nothhelfer - Tuba

 

Leider nicht mit auf diesem Foto ist unser Posaunist Alexander Messmer

 

Auch unsere Vorstandschaft ist bestimmt nicht allen bekannt (von links):

 

Steffen Kollosche - Schriftführer

Kirsten Haupt - Aktive Beisitzerin

Niklas Radtke - Passiver Beisitzer

Stefan Krug - Passiver Beisitzer

Jakob Kolb - Aktiver Beisitzer

Stefan Radtke - Kassier

Alexander Messmer - 2. Vorstand

Christian Waibel - Dirigent

Alexander Kopp - 1. Vorstand